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Arbeitsweg I

Der Weg zur und von der Arbeit, dieses griesgrämige und gleichförmige dahinschleppen, unterbrochen nur von den kleinen Gedankenspielen die wohl jeder ausgrübelt, um der Langeweile zu entfliehen. Bei mir fangen diese mit der ersten Verkehrsampel an.



Ampellotto:
Ich fahre mit der S-Bahn zur Arbeit, muss also einen Fußweg absolvieren um diese zu erreichen. Immer bei der ersten Ampel auf diesem Weg spiele ich Lotto. Es ist eine Fußgängerübergangsampel, das heißt ich kann mit einem Knopfdruck den gesamten Straßenverkehr für kurze Zeit anhalten. Diese Machtinstrument ermöglicht mir mein erstes kleines Spiel. Wenn die Ampel nach dem Knopfdruck auf rot springt, entscheidet das Auto an der Haltelinie, ob ich gewonnen oder verloren habe. Vorher überlege ich mir, ob gerade oder ungerade gewinnt. Das füllt meistens schon die Gedanken des Fußwegs bis zur Ampel. Dann fällt mein Blick auf das Kennzeichen des ersten stehenden Fahrzeugs und dort die erste Zahl. Wenn ich gewinne, gehe ich über die Ampel, wenn ich verliere, muss ich die Straße einige Meter weiter ohne die erzwungene Verkehrsunterbrechung überqueren. Oft winke ich den Gewinnerfahrer/innen zu, doch die meisten würdigen mich keines Blickes oder überlegen krampfhaft, ob wir uns kennen. Aber das Bedanken für den ersten Gewinn des Tages gehört einfach zu den guten Umgangsformen dazu.

„Das Spiel ist die höchste Form der Forschung“ (Albert Einstein)

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Du mein Gedanke

So wie die Blume sich hinter dem Rasen verbirgt, hatte ich heute eine Melodie im Kopf, die mich nicht mehr losließ. Wie ein Bild, das sich nicht wegwischen lässt, ein Geruch, den man immer noch wahrnimmt, obwohl längst Stunden her, das Gefühl eines Augenblicks, der längst vergangen ist. Immer wieder und immer mächtiger wollte diese Melodie heraus. Später in der Nacht ist dann Du mein Gedanke entstanden. Zum Teil spielen die Instrumente die Melodie versetzt, so wie auch Gedanken nie klar sind, nie nur in eine Richtung gehen. Ein Gedanke setzt sich fest, reißt sich los. Wie viele Gedanken sind verloren in der Zeit und wären es doch so wert, ein weiteres mal gedacht zu werden. Ich gedenke der ungedachten Gedanken und derer, die noch gedacht werden.

Meine Musik im Video

A BETTER DAY - Videoentertainment Produktion
Mein lieber Freund Norbert verbreitet mit seinen "Gedankenfilmen" positives Gedankengut und hat einige meiner Stücke verwendet. Seine Bilder sind friedlich und beruhigend, er hat ein Händchen für Landschaft, Natur und Licht. Ich freue mich, wenn durch meine Musik Kraft und Energie geschöpft werden kann.

Weitere Gedankenfilme und vieles andere findet Ihr auf seinem
Youtube-Kanal oder bei Facebook.






























Es gibt auch ein gemeinsames Projekt. Unter dem Label "Norberts Städte und Ländertouren" portraitiert Norbert verschiedene Städte und stellt Reiseberichte vor. Er stellte mir freundlicherweise einen Film über eine Reise zu den Meerestieren in Mexico, Baja Califonia Sur zur Verfügung. Ich habe dann die Bilder mit einer einzigen Klavieraufnahme begleitet. Erst nach fünf Minuten wurde mir klar, was es bedeutet, über sechs Minuten lang nach Bildern zu improvisieren.




Aufbruch

Klavier und Fagott, kombiniert zu einem neuen Lied. Das Lied Aufbruch mit zarter Streicher- und Harfenbegleitung führt eine Melodie fort, die immer wieder in meinen Gedanken auftaucht und heraus kommt, wenn ich mich an das Klavier setze. Jeder Aufbruch, jeder neue Weg ist auch ein Abschied und manchmal führt der Weg wieder an den Anfang zurück.