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Geschichte - Botanische Qualen

Um das schöne Herbstwetter auszunutzen haben wir gestern spontan einen Ausflug in den Botanischen Garten veranstaltet. Für den Zoo sind die Kinder zu alt und da wir früher immer sehr gerne mit dem Kinderwagen im Botanischen Garten spazierten, wollten wir diese Erinnerung mit unseren halbwüchsigen Kindern wiederholen.

Die Fahrt verlief sehr ruhig, da die Kinder sich noch Zuhause so zerstritten hatten, dass sie nicht mehr miteinander sprachen. Mein Sohn war wie immer gegen den Ausflug, jedes mal sträubt er sich am Anfang gegen alles was wir vorschlagen, um dann zum Schluss der Begeisterteste von allen zu sein. Diese schlechte Laune ließ er an seiner Schwester aus, die dann ihrerseits reagierte und die Emotionen hoch kochten. Begleitet von diversen, negativen Kommentaren der Kinder stellten wir uns bei der Schlange vor dem Eingang an. Mir war gar nicht bewusst, dass der Botanische Garten mitten in der Woche solche Besuchermassen anzieht. Eine gefühlte Stunde später und den Wortschatz mit zwanzig neuen Schimpfwörtern meines Sohnes aufgefüllt, konnten wir endlich unser Familienticket lösen. Nach dem Durchschreiten der Schranke wurde uns klar, warum so vielen Menschen Einlass begehrten. Herbstlicher Staudensonderverkauf, in den Augen meiner Frau blitzte etwas auf. Auch das noch, ich stellte mich seelisch auf viele neue Pflanzen für den Garten ein. Um den Menschenmassen auf dem Hauptweg zu entkommen, schritten wir so schnell wie möglich in einen der Nebenpfade. Das schöne im Botanischen Garten sind die überall verteilten Erklärungsschilder, die einem sagen, wie die jeweilige Pflanze heißt, wo sie herkommt und andere, nützliche Informationen. Ein Schild mit einem Totenkopf am linken Rand weckte mein besonderes Interesse, so das ich einen störenden Ast davor mit der Hand anhob um das Schild lesen zu können. Je mehr ich mich in den Text vertiefte, umso komischer wurde das Gefühl in meiner Hand, die den Ast weg drückte. Die Pflanze, deren ungemütlicher Geruch sich langsam ausbreite, war ein aus Nordamerika stammendes Gewächs namens Giftsumach. Das auch unter dem Namen Poison Oak bekannte und gefürchtete Kraut, ist bei Kontakt giftig, kann heftige Allergische Reaktionen auslösen und wirkt oft tödlich auf Kleintiere wie Hasen. Glück für mich, dass ich kein Hase bin. Trotzdem fing meine Hand, die dieses Todeskraut weg gehalten hatte, unangenehm zu jucken an. Von meiner Frau, die mit ihrem Lachkrampf beschäftigt war, konnte ich keine Hilfe erwarten, so dass ich männlich, cool den Schmerz ertrug ohne eine Mine zu verziehen. Während des weiteren Besuchs des Botanischen Gartens juckte meine Hand, die immer mehr die Farbe von Krebsen im kochenden Wasser an nahm. Besonders schlimm wurde es, als wir das Tropische Pflanzenhaus betraten, anscheinend vertrugen sich Giftsumachgift und die Kombination aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit der Tropen eher schlecht. Beim Ballen der Faust verspürte ich besonders große Schmerzen, umso schlimmer, dass meine Frau beim Staudenverkauf ordentlich zuschlug und wir mit mehreren Kübeln überfrachtet den Rückweg antraten. Zuhause verbrachte meine Hand den Abend in einem Eiswürfelbad, heute juckt sie kaum noch.

„Vorsicht ist die der Rücksicht zugewandte Seite der Umsicht.“ (Peter E. Schumacher)

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Du mein Gedanke

So wie die Blume sich hinter dem Rasen verbirgt, hatte ich heute eine Melodie im Kopf, die mich nicht mehr losließ. Wie ein Bild, das sich nicht wegwischen lässt, ein Geruch, den man immer noch wahrnimmt, obwohl längst Stunden her, das Gefühl eines Augenblicks, der längst vergangen ist. Immer wieder und immer mächtiger wollte diese Melodie heraus. Später in der Nacht ist dann Du mein Gedanke entstanden. Zum Teil spielen die Instrumente die Melodie versetzt, so wie auch Gedanken nie klar sind, nie nur in eine Richtung gehen. Ein Gedanke setzt sich fest, reißt sich los. Wie viele Gedanken sind verloren in der Zeit und wären es doch so wert, ein weiteres mal gedacht zu werden. Ich gedenke der ungedachten Gedanken und derer, die noch gedacht werden.

Musik - Maluss

Im Dezember 2017 habe ich, anfangs für eine Freundin, später dann für die Öffentlichkeit, bei Soundcloud.com einen musikalischen Adventskalender kreiert, mit täglichen Aufnahmen und herum probieren mit den Möglichkeiten von GarageBand und meinem Klavier.

Das hat so viel Spaß gemacht, dass ich nach weiteren Seiten gesucht habe, meine Musik vorzustellen. Mit Audiyou habe ich die perfekte Webseite gefunden. Die Seite umfasst ein riesiges kostenloses Angebot an Musik und Sounds für die Hörspiel und Videoproduktion. Zu den 24 Liedern des Adventskalenders sind inzwischen viele weitere hinzugekommen. Hier präsentiere ich euch einige der Lieder und erzähle etwas zu deren Entstehung.


Nachdem ich schon einige Lieder für den Adventskalender aufgenommen hatte, wollte ich weitere Lieder vorstellen und überlegte mir das Kürzel Maluss zu derem gemeinsamen Titel.
Maluss sind Lieder, die spontan entstehen, sich entwickeln und während des Spielens verändern. Vorher erstelle ich einen groben Überblick,…

Aufbruch

Klavier und Fagott, kombiniert zu einem neuen Lied. Das Lied Aufbruch mit zarter Streicher- und Harfenbegleitung führt eine Melodie fort, die immer wieder in meinen Gedanken auftaucht und heraus kommt, wenn ich mich an das Klavier setze. Jeder Aufbruch, jeder neue Weg ist auch ein Abschied und manchmal führt der Weg wieder an den Anfang zurück.

Meine Musik im Video

A BETTER DAY - Videoentertainment Produktion
Mein lieber Freund Norbert verbreitet mit seinen "Gedankenfilmen" positives Gedankengut und hat einige meiner Stücke verwendet. Seine Bilder sind friedlich und beruhigend, er hat ein Händchen für Landschaft, Natur und Licht. Ich freue mich, wenn durch meine Musik Kraft und Energie geschöpft werden kann.

Weitere Gedankenfilme und vieles andere findet Ihr auf seinem
Youtube-Kanal oder bei Facebook.



























Es gibt auch ein gemeinsames Projekt. Unter dem Label "Norberts Städte und Ländertouren" portraitiert Norbert verschiedene Städte und stellt Reiseberichte vor. Er stellte mir freundlicherweise einen Film über eine Reise zu den Meerestieren in Mexico, Baja Califonia Sur zur Verfügung. Ich habe dann die Bilder mit einer einzigen Klavieraufnahme begleitet. Erst nach fünf Minuten wurde mir klar, was es bedeutet, über sechs Minuten lang nach Bildern zu improvisieren.




Neues Lied - Morgenstimmung

Die Stimmung am Morgen ist hier Thema des Liedes. Zum ersten mal habe ich eine Melodie mit Noten aufgeschrieben und erst danach mit improvisierter Begleitung eingespielt. Nur auf dem Klavier, ohne Metronom oder vorgegebenen Taktmaß. Noch holprig und nicht so flüssig wie es sein könnte, ist dies der Versuch ein Lied nicht nur nach Gefühl, sondern auch Musiktheoretisch zu konzipieren. Dabei schleichen sich beim Einspielen immer wieder Töne oder Tonfolgen ein, die mir gefallen und die nicht geplant waren. Die Begleitung der rechten Hand ist bewußt einfach gehalten, um der Melodie größeren Raum zu verschaffen. Noch schaffe ich es, jeden Tag ein Lied zu schreiben, allerdings sind die meisten nicht veröffentlichungswürdig. Morgenstimmung habe ich unbearbeitet und roh hochgeladen, so ist der Charakter der Musik vollständig erhalten geblieben.