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Geschichte - Herbstgedanken

Der Herbst ist meine Lieblingsjahreszeit. Wenn die Blätter sich verfärben, die Mücken verschwinden, die Sonne am Abend in diesen wunderschönen Farben leuchtet und die Temperaturen langsam sinken, so dass das erste Eis an den Autoscheiben gefriert.


Was wurde der Herbst schon in Gedichten beschrieben und in Liedern besungen. 13.400.000 Suchergebnisse finden sich alleine bei Google zum Thema. Ich verbinde mit dem Herbst Gerüche, Farben und Geräusche. Laub hat einen eigenen Geruch, eine Mischung aus Erde und dieser Quintessenz aus der Verwesung der Blätter. Als Kind war es immer ein Vergnügen mit den Füßen durch die bodenbedeckende Schicht zu schlenzen und die Blätter aufzuwirbeln. So wurde auch der Geruch verteilt und senkte sich erst langsam mit dem herab fallenden Laub. Wenn ich heute an einem Laubhaufen vorbeigehe, atme ich diesen intensiven Kindheitshauch ein und freue mich. Wenn es denn noch Laubhaufen geben würde. Der faule Mensch hat auch hier eine Lösung gefunden, die Arbeit zu maschinisieren. Den Laubpuster/sauger, Hausmeisters Liebling. Immer öfter sieht man Menschen mit Kästen auf dem Rücken, die mit einem ohrenbetäubenden Lärm das Laub weg pusten oder in winzige Säcke einsaugen. Überdimensionierte Föhne verrichten den Job, den früher eine Harke und die menschliche Arbeitskraft in wenigen Minuten geschafft haben. Von der Energieverschwendung abgesehen, ist die Umweltverschmutzung durch Lärm noch schlimmer. Wie laut muss es erst sein, so einen Kasten direkt am Ohr umgeschnallt zu haben? Doch nur selten sehe ich Gehörschützer an den Ohren der bedauernswerten Menschen, die die Straße föhnen oder absaugen. Wer hätte gedacht, dass man sich mit Laubentfernung die Ohren kaputt machen kann. In dieselbe Kerbe der dümmsten Gartengeräte schlagen auch die Unkrautverbrenner. Gasbetriebene Flammenwerfern, die das Unkraut in den Fugen von Gehwegplatten weg brennen. Mit fauchenden Geräuschen werden da unschuldige Halme mit züngelnden Flammen verbrannt, die Wurzeln bleiben erhalten und können weiter wachsen, während auf der Oberfläche alles "sauber" aussieht. Schon öfter war ich drauf und dran die Feuerwehr zu rufen wegen des Brandgeruchs, der leider die schönen Herbstaromen überdeckt.

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Du mein Gedanke

So wie die Blume sich hinter dem Rasen verbirgt, hatte ich heute eine Melodie im Kopf, die mich nicht mehr losließ. Wie ein Bild, das sich nicht wegwischen lässt, ein Geruch, den man immer noch wahrnimmt, obwohl längst Stunden her, das Gefühl eines Augenblicks, der längst vergangen ist. Immer wieder und immer mächtiger wollte diese Melodie heraus. Später in der Nacht ist dann Du mein Gedanke entstanden. Zum Teil spielen die Instrumente die Melodie versetzt, so wie auch Gedanken nie klar sind, nie nur in eine Richtung gehen. Ein Gedanke setzt sich fest, reißt sich los. Wie viele Gedanken sind verloren in der Zeit und wären es doch so wert, ein weiteres mal gedacht zu werden. Ich gedenke der ungedachten Gedanken und derer, die noch gedacht werden.

Meine Musik im Video

A BETTER DAY - Videoentertainment Produktion
Mein lieber Freund Norbert verbreitet mit seinen "Gedankenfilmen" positives Gedankengut und hat einige meiner Stücke verwendet. Seine Bilder sind friedlich und beruhigend, er hat ein Händchen für Landschaft, Natur und Licht. Ich freue mich, wenn durch meine Musik Kraft und Energie geschöpft werden kann.

Weitere Gedankenfilme und vieles andere findet Ihr auf seinem
Youtube-Kanal oder bei Facebook.






























Es gibt auch ein gemeinsames Projekt. Unter dem Label "Norberts Städte und Ländertouren" portraitiert Norbert verschiedene Städte und stellt Reiseberichte vor. Er stellte mir freundlicherweise einen Film über eine Reise zu den Meerestieren in Mexico, Baja Califonia Sur zur Verfügung. Ich habe dann die Bilder mit einer einzigen Klavieraufnahme begleitet. Erst nach fünf Minuten wurde mir klar, was es bedeutet, über sechs Minuten lang nach Bildern zu improvisieren.




Aufbruch

Klavier und Fagott, kombiniert zu einem neuen Lied. Das Lied Aufbruch mit zarter Streicher- und Harfenbegleitung führt eine Melodie fort, die immer wieder in meinen Gedanken auftaucht und heraus kommt, wenn ich mich an das Klavier setze. Jeder Aufbruch, jeder neue Weg ist auch ein Abschied und manchmal führt der Weg wieder an den Anfang zurück.