Direkt zum Hauptbereich

Arbeitsweg II

Weiter geht es auf meinem Weg zur S-Bahn und somit auch zum zweiten Spiel des Tages. Es beginnt immer dann, wenn der Zug in den Bahnhof einfährt.






Tür auf / Tür zu
Ich bevorzuge immer dieselbe Stelle um in den Zug einzusteigen. Der erste Wagen ist meist zu voll, aber sehr weit nach hinten möchte ich auch nicht auf dem Bahnsteig laufen, so dass ich mich meistens für die mittlere Tür vom zweiten Waggon entscheide. Dann kommt das Spiel. Wird jemand aus dieser Tür aussteigen? Wenn niemand aussteigt, muss ich vorher nein getippt haben, dann ist das Spiel gewonnen. Da unser Bahnhof nicht sehr gut besucht ist, wähle ich meistens diese Variante und sacke somit fast immer einen Gewinn ein. Aber wenn ich die zweite, ungleich schwierigere Variante ja wähle, muss ein Fahrgast aussteigen. Jetzt kommt es darauf an, wer als erstes den Knopf betätigt, um die Tür zu öffnen. Es erscheint ein grünes Licht, das die Öffnungsbereitschaft der Tür anzeigt. Ich bin eher der Typ Sofortdrücker, daher ist die Herausforderung nur dann interessant, wenn mir ein Sofortdrücker gegenübersteht. Schwierig wird es, wenn der Zug einfährt und noch in der Bewegung das grüne Licht freigibt. Ich laufe mit der Tür mit, um als erster zu drücken. Dann habe ich das Spiel gewonnen. Es hat mir schon oft unverständliches Kopfschütteln eingebracht. Das Kopfschütteln verstärkt sich meistens, wenn ich dem Mitspieler gratuliere, dass er als Erster gedrückt hat. Das Spiel ist zwar verloren, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Immer öfter in Variante zwei kommt es zu einem Unentschieden, hier erhält keiner Punkte und das Konto muss sich mit anderen Spielen auffüllen.

„Leute hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!“ (Oliver Wendell Holmes)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Du mein Gedanke

So wie die Blume sich hinter dem Rasen verbirgt, hatte ich heute eine Melodie im Kopf, die mich nicht mehr losließ. Wie ein Bild, das sich nicht wegwischen lässt, ein Geruch, den man immer noch wahrnimmt, obwohl längst Stunden her, das Gefühl eines Augenblicks, der längst vergangen ist. Immer wieder und immer mächtiger wollte diese Melodie heraus. Später in der Nacht ist dann Du mein Gedanke entstanden. Zum Teil spielen die Instrumente die Melodie versetzt, so wie auch Gedanken nie klar sind, nie nur in eine Richtung gehen. Ein Gedanke setzt sich fest, reißt sich los. Wie viele Gedanken sind verloren in der Zeit und wären es doch so wert, ein weiteres mal gedacht zu werden. Ich gedenke der ungedachten Gedanken und derer, die noch gedacht werden.

Meine Musik im Video

A BETTER DAY - Videoentertainment Produktion
Mein lieber Freund Norbert verbreitet mit seinen "Gedankenfilmen" positives Gedankengut und hat einige meiner Stücke verwendet. Seine Bilder sind friedlich und beruhigend, er hat ein Händchen für Landschaft, Natur und Licht. Ich freue mich, wenn durch meine Musik Kraft und Energie geschöpft werden kann.

Weitere Gedankenfilme und vieles andere findet Ihr auf seinem
Youtube-Kanal oder bei Facebook.






























Es gibt auch ein gemeinsames Projekt. Unter dem Label "Norberts Städte und Ländertouren" portraitiert Norbert verschiedene Städte und stellt Reiseberichte vor. Er stellte mir freundlicherweise einen Film über eine Reise zu den Meerestieren in Mexico, Baja Califonia Sur zur Verfügung. Ich habe dann die Bilder mit einer einzigen Klavieraufnahme begleitet. Erst nach fünf Minuten wurde mir klar, was es bedeutet, über sechs Minuten lang nach Bildern zu improvisieren.




Aufbruch

Klavier und Fagott, kombiniert zu einem neuen Lied. Das Lied Aufbruch mit zarter Streicher- und Harfenbegleitung führt eine Melodie fort, die immer wieder in meinen Gedanken auftaucht und heraus kommt, wenn ich mich an das Klavier setze. Jeder Aufbruch, jeder neue Weg ist auch ein Abschied und manchmal führt der Weg wieder an den Anfang zurück.