Samstag, 10. Dezember 2011

Tag X +10

Zehn Tage geschafft. Kein Amazon, kein Facebook keine sozialen Kontakte im Netz. Langsam wird es mir mulmig, weil es so einfach ist. Facebook schreibt täglich Hilferufe wegen verpasster Benachrichtigungen. Ich bin schon sehr neugierig, wer mir da alles Nachrichten schreibt, doch bisher konnte ich der Versuchung widerstehen nachzusehen. Silvester wird dieses Jahr rein telefonisch geplant, ging doch früher auch immer, warum also nicht auch jetzt. Wenn ich jemanden beim Facebooken beobachte, freue ich mich richtig, dass ich dieses "zwanghafte" überprüfen des Accounts los bin. Youtube fehlt mir schon mehr. Gerade als Informationstool für die Auswahl beim Kauf von Videospielen sind Ingame-Movies inzwischen unerlässlich. Das vermeidet Fehlkäufe und hilft Frust zu vermeiden. Und das so kurz vor Weihnachten, evtl. ist der Zeitpunkt der Pause etwas ungünstig gewählt. Witzig ist auch, dass ich die anderen Teilnehmer der Facebookpause fast nur über Facebook oder andere Internetseiten erreiche, so kann ich fast gar nicht kommunizieren, was sie so erleben :) aber das hat ja auch Zeit bis zum Januar. Euch allen einen schönen dritten Advent und bis bald aus der onlinefreien Zone.

Samstag, 3. Dezember 2011

Tag X +4

Heute kam eine Erinnerungsmail von facebook, die mich dazu animieren soll, beliebte Meldungen zu lesen, die ich "verpasst" habe. Aber eigentlich kann ich mir schon genau vorstellen, was das für Meldungen waren. In letzter Zeit ähnelten sich die Kommentare und Postings. Wirklich wichtige Dinge waren kaum darunter, eher belanglose Youtube Filmchen und Bilder, Produkte die niemand braucht und Informationen über alltägliches, die eigentlich keinen interessieren. Ich habe auch nicht die Probleme wie Millus http://millus.kulando.de/, den Initiator dieser Aktion, der viele seiner Kontakte über Facebook pflegt. Morgen werde ich mal wieder einige Freunde anrufen und mich im Real Life verabreden. Facebook und Co machen es einem leicht, einfach eine Nachricht zu schreiben und echte, soziale Kontakte zu reduzieren. Was mir fehlt sind die Foren mit den vielen Informationen über meine Hobbies Film, Buch und Comics. Es kommen auch hier immer mehr Mails, die mich dazu anregen, wieder vorbei zu schauen. Aber ich bleibe standhaft. Vielleicht kaufe ich mir mal wieder ein Film-Magazin und blättere entspannt auf der Couch durch die Seiten.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Tag X +1

Was für ein Tag. Kein facebook, kein Youtube kein Surfen. Es fällt leichter, als ich dachte. Der Drang, den Rechner zu starten und die üblichen Seiten und Foren zu durchstreifen ist zwar relativ groß, doch ich halte mich zurück. Ist wie Urlaub ohne zu reisen. Ich habe mehr Zeit für andere Dinge, die sonst durch das Internet verdrängt werden. Noch fehlt mir nicht das geringste. Schon erstaunlich, wieviel Zeit ich so am Tag im Netz verbracht habe, ohne einen wirklichen Nutzen daraus zu ziehen. Mal sehen, was die nächsten Tage bringen.

Mittwoch, 30. November 2011

Tag 1 +X

Nun ist es soweit. Die Pause beginnt morgen. Heute war ich nicht so lange Online, wie ich es mir vorgenommen hatte, konnte aber trotzdem alle Foren absurfen und mich zum Teil ausloggen oder verabschieden. Irgendwie nehme ich es zu wichtig mit der Pause, obwohl das tägliche surfen im Internet gehört doch seit mehr als 15 Jahre zum Leben dazu. Mir ist noch eingefallen, dass ich einige Comic-Rezensionen schreiben muss, also werde ich diese einpflegen unter Splashcomics . Das zählt aber eigentlich aber unter bloggen, so dass ich kein schlechtes Gewissen habe. Ich freue mich auf die Weihnachtseinkäufe in "echten" Läden, denn Amazon & Co zählen zum surfen und sind somit tabu. Außerdem warten diverse Bücher und Comics auf meine freie Zeit.

Update 00:04 Uhr 01.12.2011, ich beende jetzt sämtliche offene Tabs und gehe Offline. Bis zum 01.01.2012 bin ich nur noch unter dieser Adresse zu erreichen :)

Montag, 28. November 2011

Tag 3 +X

Langsam wird es ernst. Noch 2 Tage und es geht los! Das Surfen ist irgendwie intensiver. Ich bin ja immer so ca. 1 ½ bis 2 Stunden am Tag online und merke erst jetzt richtig, wie sehr das Internet in meinem Leben verankert ist. Die Kinder haben mich für verrückt erklärt und werden sich an dem Experiment nicht beteiligen. Die Kommunikation über Facebook und andere Netzwerke ist ihnen zu wichtig, als dass sie diese für einen Monat einstellen können. Das soll schon etwas heißen. Ich hatte damals in ihrem Alter weder Internet, noch Handy, unser Computer war der Comodore 64! Klar klingt das heute altmodisch, bedeutete aber auch eine gewisse Entschleunigung des Lebens. Kommunikation kam nur zustande durch das körperliche Treffen mit anderen zum gemeinsamen Zeit verbringen. Klar treffen meine Kinder auch heute Freunde und besuchen sich gegenseitig, aber Facebook und Co nehmen immer mehr Zeit ein. Ich habe überlegt, mich in einigen Foren abzumelden, aber dann zum größten Teil dagegen entschieden. Damit würde ich mich selbst zu wichtig nehmen und wenn ich es mir genau überlege sind meine Beiträge nie von großer Bedeutung, so dass die Community auch einen Monat darauf verzichten kann. Heute Abend werde ich noch ewig herumsurfen, sozusagen auf Vorrat mit Online-Inhalten zudröhnen. Meine Frau glaubt nicht daran, dass ich es durchhalte, ein weiterer Antrieb für die selbstauferlegte Internetabstinenz.

Sonntag, 27. November 2011

FACEBOOK Pause

Miguel Edgardo Riveros Silva, den ich durch facebook kennengelernt habe, plant eine Internetsperre für einen Monat zum Internet und eben diesen sozialen Netzwerken wie Xing, Facebook, Twitter und Foren die ich selber täglich nutze.  Link zum Facebookevent

Da ich viel Zeit in solchen Netzwerken verbringe, die evtl. besser genutzt werden kann, will ich auch diesen Selbstversuch wagen. Außerdem ist das Herumsurfen und Online-bestellen etc. verboten. Außer zum bloggen, E-Mail schreiben und Online-Banking ist das Internet ab 1.12. für einen Monat tabu! Kein Amazon, Wikipedia, Youtube oder Google! Da es in der Gruppe noch viel mehr Spaß macht, müssen meine beiden Kinder mitmachen, aber sie wissen noch nicht davon :) Unsere Erfahrungen und Erlebnisse will ich in diesem Blog aufschreiben, ich bin gespannt, was alles so passiert. Morgen werde ich die Kinder damit überraschen.

Montag, 4. Juli 2011

Regenwetter

Was wurde nicht schon alles zum Thema Regen geschrieben! Allein bei Google finden sich über 78.400.000 Einträge zum Suchbegriff Regen, also ist es an der Zeit, dass auch ich endlich etwas dazu schreibe.





Montag, 1. Urlaubstag, Regen. Die Natur frohlockt, ich nicht. Habe Morgens den durchnässten Spiegel aus dem Briefkasten gefischt. Beim Überblättern der Seiten, so denn sie nicht zerfasern, gibt es immer einen hässlichen Ton wenn die verklebten Blätter auseinander reißen. Die übrige Post trocknet derweil vor sich hin. Mein Nachwuchs sitzt lustlos vor der Glotze und goutiert ein Potporie des Serienallerleis im Disney-Channel. So sieht also unser Urlaub aus. 15 Grad Celsius Temperatur machen keine Hoffnung auf Besserung. Laut Wettervorhersage sollen es schon am Mittwoch 29 Grad werden, wer es glaubt, 15 Grad in zwei Tagen, was für ein Sommer. Die Kinder schalten um zu Astro-TV dem dümmsten Sender aller Zeiten. Ich frage mich, wer ernsthaft dort anrufen kann, um sich von diesen traurigen Gestalten die Zukunft vorhersagen zu lassen. Keiner dort sieht so aus, als hätte es ihm geholfen, die Zukunft zu kennen, sonst würden sie ja auch nicht bei Astro-TV sitzen. Warum versuchen sich die Damen und Herren der Hellsehergilde nicht mal am Wetter, schlechter als die Vorhersagen der Meteorologen kann es ja auch nicht mehr werden. Trotz des Wetters will mein Sohn mit mir zum Spielzeugladen fahren, um eine Wasserspritzpistole zu kaufen, welch Ironie. Eine Wasserpistole die mit Hilfe von Batterienstrom aus einem 300 ml Tank Wasser automatisch verspritzt! Und das obwohl er bereits die beste Wasserspritzkanone besitzt, die an normale Wasserflaschen angeschlossen werden kann. Mit einem Fassungsvermögen von bis zu zwei Liter Wasser, aber nein es muss die Batteriespritze sein. Mal sehen wie lange die Elektronik dem Wasser stand hält. Wahrscheinlich werden wir nachher vom Regen mehr durchnässt, als es der Minitank der Batterieknarre vermag.